Wenn Sie das Gefühl haben, den Überblick über Ihre finanzielle Situation zu verlieren oder nicht mehr wissen, wie Sie Ihre Rechnungen bezahlen sollen, ist es ein mutiger und richtiger Schritt, sich professionelle Hilfe zu suchen. Sie sind mit dieser Situation nicht allein.
In Deutschland gibt es ein Netzwerk von seriösen und oft kostenfreien Beratungsstellen, die Sie dabei unterstützen, wieder Ordnung in Ihre Finanzen zu bringen.
Was macht eine Schuldnerberatungsstelle?
Diese Beratungsstellen sind darauf spezialisiert, Menschen in finanziellen Schwierigkeiten zu helfen. Sie tun unter anderem Folgendes:
- Sie verschaffen sich gemeinsam mit Ihnen einen Überblick über Ihre gesamte finanzielle Situation (Einnahmen, Ausgaben, Schulden).
- Sie helfen Ihnen dabei, einen Haushaltsplan zu erstellen.
- Sie prüfen Ihre Unterlagen und verhandeln in Ihrem Namen mit den Gläubigern, um Lösungen wie Ratenzahlungen oder Vergleiche zu erzielen.
- Sie informieren Sie über Ihre Rechte und Pflichten, zum Beispiel zum Thema Pfändungsschutzkonto (P-Konto).
- Sie begleiten Sie auf dem Weg in eine mögliche Privatinsolvenz, falls dies der letzte Ausweg sein sollte.
Wo finden Sie diese Hilfe?
Vertrauenswürdige und anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen finden Sie in der Regel bei den großen Wohlfahrtsverbänden oder öffentlichen Institutionen. Ihre ersten Anlaufstellen sollten sein:
- Caritas
- Diakonie
- Arbeiterwohlfahrt (AWO)
- Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
- Die Verbraucherzentralen
Sie können einfach online nach "Schuldnerberatung" in Kombination mit dem Namen Ihrer Stadt suchen, um eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe zu finden.
Wichtig: Achten Sie darauf, dass Sie eine anerkannte, gemeinnützige Beratungsstelle aufsuchen. Seien Sie bitte vorsichtig bei unseriösen "Finanzsanierern", die oft hohe Gebühren für ihre Dienste verlangen, ohne eine echte Lösung zu bieten. Die Hilfe der oben genannten Organisationen ist in der Regel kostenfrei.