Was ist Inkasso?
Inkasso bezeichnet das professionelle Eintreiben von offenen oder fälligen Geldforderungen durch ein spezialisiertes Inkassounternehmen. Wenn ein Kunde eine Rechnung nicht bezahlt, kann der Gläubiger (z.B. ein Unternehmen) ein Inkassounternehmen beauftragen, das sich um das Mahnwesen und das Einziehen der Forderungen kümmert.
Inkasso ist ein wichtiger Teil des wirtschaftlichen Forderungsmanagements, insbesondere wenn Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Wie funktioniert Inkasso?
Das Inkassoverfahren läuft typischerweise so ab:
- Eine Rechnung wird vom Schuldner nicht bezahlt und es liegt eine berechtigte Forderung vor.
- Der Gläubiger beauftragt ein Inkassounternehmen mit der Forderungseinziehung.
- Das Inkassounternehmen prüft den Fall und schickt Mahnungen an den Schuldner inklusive der Inkassogebühren.
- Der Schuldner wird aufgefordert, die Forderung zu begleichen oder gegebenenfalls Ratenzahlungen oder Stundungen zu vereinbaren.
- Falls der Schuldner nicht zahlt, kann das Inkassounternehmen weitere Schritte einleiten, wie gerichtliche Mahnverfahren und Vollstreckungsmaßnahmen.
Inkassounternehmen übernehmen dabei die Kommunikation mit dem Schuldner und das Forderungsmanagement, um dem Gläubiger Zahlungsausfälle zu ersparen und die Liquidität zu sichern. Sie agieren als Vermittler zwischen Gläubiger und Schuldner und versuchen, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Falls nötig, folgen gerichtliche Verfahren und Zwangsvollstreckungen.
Wie lange dauert ein Inkassoverfahren?
Das hängt ganz von Ihnen ab. Wenn Sie sich schnell melden und wir eine Lösung finden, kann die Sache in wenigen Tagen erledigt sein. Wenn Sie nicht reagieren, kann sich das Verfahren über Monate hinziehen und in einer Zwangsvollstreckung enden, die bis zu 30 Jahre lang durchgesetzt werden kann.
Warum heißt es Inkasso?
Der Begriff "Inkasso" stammt vom italienischen „incassare“, was „Geld einziehen“ bedeutet.